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Mastering Microservices – Architektur, Methoden, Zukunft

Die Online-Konferenz von Heise am 2. März 2020

Microservices sind aus der Softwareentwicklung nicht mehr wegzudenken. In Zeiten von Continuous Delivery und Containerisierung bietet das Zerlegen einer Architektur in einen modularen Aufbau unabhängiger Prozesse viele Vorteile, die zu schnellerer und qualitativ hochwertiger Software führen. Allerdings konfrontieren Microservices Softwareentwickler/innen und -achitekt/innen immer wieder mit zahlreichen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Und außerdem sind Microservices kein Allheilmittel – man sollte wissen, wann und wofür man sie einsetzt. 


Mastering Microservices ist die Online-Konferenz für Fachleute, die in ihrem Berufsalltag mit Microservices zu tun haben und wissen wollen, wie sie technische Probleme lösen können und wo die Architekturreise hingeht. Seien Sie dabei, profitieren Sie vom Fachwissen unserer renommierten Expert/innen, und tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten aus – ganz entspannt am eigenen Schreibtisch.

Zielgruppen

  • Softwarearchitekt/innen 
  • Softwareentwickler/innen
  • Administrator/innen
  • Projektleiter/innen
  • IT-Strategen/innen

Themenschwerpunkte

  • Softwarearchitektur
  • Microservices: Architektur und Methoden
  • Kulturelle Herausforderungen in Unternehmen
  • Domain-driven Design
  • Micro Frontends
  • Service-Meshes 
  • Post-Microservices

Kontakt

Haben Sie Fragen zu der Organisation oder der Veranstaltung? Gern antworte ich auf Ihre Anfrage per E-Mail!
Thorsten Mücke // trm@heise.de

Tickets, Termin & Preise

Termin

02.03.2020, 10 - 17 Uhr

Dauer: ca. 7 Stunden (7 Vorträge)

Preise

Frühbucherpreis: 99,00 € *

Standardpreis: 129,00 €

Alle Preise inkl. MwSt

* 20 % Frühbucherrabatt für Bestellungen bis zum 15.02.2020

Agenda & Referenten

  • 10:00 Uhr Einführung

    Alexander Neumann, Björn Bohn (heise Developer)

  • 10:15 Uhr Microservices mit Service-Meshes – was steckt hinter dem Hype?

    Jörg Müller (INNOQ)

  • 11:15 Uhr Microservices – und wie geht es weiter?

    Eberhard Wolff (INNOQ)

  • 12:15 Uhr Microservices und Cloud-Native – eine Herausforderung im Konzern

    Roland Bader (BMW Group)

  • 13:15 Uhr Migration | Domain-driven Design – Monolithen zerlegen

    Dr. Carola Lilienthal (WPS - Workplace Solutions)

  • 14:15 Uhr Refactor your Organization – wie man über 42 Entwickler hinaus skalieren kann

    Dr. Johannes Mainusch (NewStore GmbH) und Anke Nehrenberg (kommitment)

  • 15:15 Uhr Micro Frontends: Oberflächen schneiden und kleben

    Michael Geers (neuland – Büro für Informatik)

  • 16:15 Uhr Chaos Engineering – der nächste Schritt im Softwaretesting

    Benjamin Wilms (chaosmesh)

Jörg Müller

Jörg Müller ist Principal Consultant bei INNOQ. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in verschiedenen Rollen in der IT-Beratung und Softwareentwicklung. In den letzten Jahren beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit der Architektur und dem Betrieb von Software-as-a-service. Aktuelle Themen sind Continuous Delivery, Microservices und Docker. In der Community ist er als Autor aktiv, hält Vorträge und ist beteiligt an der Organisation der JUG Berlin-Brandenburg sowie mehrerer Konferenzen.

Microservices mit Service-Meshes – was steckt hinter dem Hype?

Microservices lösen viele Probleme und schaffen dabei einige neue. Ein großer Teil dieser neuen Probleme hat mit der Kommunikation in verteilten Systemen zu tun. Service-Meshes sind ein Ansatz, Lösungen dafür zu schaffen, von denen dann alle Microservices automatisch profitieren, ohne dass deren Code geändert werden muss. Diese Idee überzeugt so sehr, dass in den letzten Jahren mehrere Implementierungen dieses Konzepts vorgestellt wurden. Dieser Vortrag soll dabei helfen, die richtigen Entscheidungen für die eigene Architektur zu treffen, und geht unter anderem auf folgende Fragen ein: Welche Probleme lösen Service-Meshes genau? Wie funktionieren sie? Was sind die Voraussetzungen für ihren Einsatz? Welche Implementierung ist wann die richtige? Beispiele mit konkreten Implementierungen wie Istio oder Linkerd 2 helfen dabei, die Konzepte besser zu verstehen. Der Vortrag richtet sich an Menschen, die Software entwickeln, deren Architektur gestalten oder einfach nur wissen wollen, wie dieser neue Hype einzuordnen ist. Erste (vielleicht schmerzhafte) Erfahrungen mit Microservice-Architekturen sind dabei hilfreich, aber keine notwendige Voraussetzung.

Eberhard Wolff

Eberhard Wolff ist Fellow bei INNOQ und arbeitet seit mehr als 15 Jahren als Architekt und Berater, oft an der Schnittstelle zwischen Business und Technologie. Er ist Autor zahlreicher Artikel und Bücher, u.a. zu Continuous Delivery und Microservices, und trägt regelmäßig als Sprecher auf internationalen Konferenzen vor. Sein technologischer Schwerpunkt sind moderne Architektur- und Entwicklungsansätze wie Cloud, Continuous Delivery, DevOps und Microservices.

Microservices – und wie geht es weiter?

Kaum ein Architektur-Ansatz hat in den letzten Jahren einen solchen Hype erzeugt wie Microservices. Zeit, ein Fazit zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Dieser Vortrag zeigt auf, welche Erfolge die Microservice-Architektur erreicht hat und wie neue oder ergänzende Ansätze aussehen. So können nicht nur typische Fehler bei der Umsetzung von Microservices verhindert werden, die Präsentation zeigt auch zukunftsweisende Architekturen auf. Mit diesem Vortrag lernen Sie typische Herausforderungen und Stolperfallen bei Microservice-Projekten und weiterführende Architekturkonzepte kennen. Als Vorkenntnisse sind grundlegende Erfahrung mit Software-Architekturen hilfreich.

Roland Bader

Dr. Roland Bader arbeitet als Product Owner für die BMW On-Premises Cloud Platform. Er hat zuvor als IT-Architekt in verschiedenen Bereichen gearbeitet, darunter BMW Group ConnectedDrive und andere DevOps-Domänen.

Microservices und Cloud-Native – eine Herausforderung im Konzern

Microservices haben in den letzten Jahren auch Konzerne wie die BMW Group erreicht. Dort findet man in zahlreichen Entwicklungsteams, klassische Betriebs- und Entwicklungsmodelle, Auslagerung von Entwicklungsarbeiten, große schwergewichtige Systeme auf allen Arten von Technologien und ein traditionelles Mindset in Bezug auf IT. In dem Vortrag geht es um die Einführung von Microservices, Cloud-Native Plattformen und dazugehörige Arbeitsmodelle wie DevOps in der BMW Group IT und die Lessons Learned der letzten Jahre.

Dr. Carola Lilienthal

Dr. Carola Lilienthal ist Geschäftsführerin bei der Workplace Solutions GmbH. Sie hat an der Universität Hamburg studiert und dort zum Thema »Komplexität von Softwarearchitekturen« promoviert. Seit 2003 analysiert sie im Auftrag ihrer Kunden in ganz Deutschland regelmäßig die Zukunftsfähigkeit von Softwarearchitekturen und spricht auf Konferenzen über dieses Thema. 2015 hat sie ihre Erfahrungen aus über hundert Analysen in dem Buch »Langlebige Softwarearchitekturen« zusammengefasst. Inzwischen ist das Buch auch auf Englisch verfügbar.

Migration | Domain-driven Design – Monolithen zerlegen

Seit über 60 Jahren bauen wir Software, die immer größer und komplexer wird. Inzwischen haben wir nicht nur Mainframe-Altsysteme, auch sind die Systeme in objektorientierten Programmiersprachen in den letzten 20 Jahren so schnell und immer wieder unkontrolliert gewachsen, dass sie zu einem großen Knäuel geworden sind – sogenannte Monolithen. All dieser verknäulte Code treibt die Entwicklungskosten in der Zukunft in die Höhe und führt dazu, dass wir diese alten Softwaresysteme nicht mehr gerne anfassen. Domain-driven Design gibt uns Techniken und Konzepte an die Hand, mit denen wir komplexe, unstrukturierte Monolithen in Microservices zerlegen können und so Schritt für Schritt das Chaos wieder beherrschbar machen. Wie diese Migration gelingt, erfahren Sie in diesem Vortrag.

Dr. Johannes Mainusch

Johannes Mainusch ist ein qualifizierter Technologieführer mit IT-Management-Erfahrung in Start-ups und Großunternehmen. Er war zuvor bei der XING AG, der Otto GmbH und der Deutschen Post – E-POST Development GmbH tätig, wo er gelernt hat, wie man verteilte Produktentwicklungsteams skalieren und gleichzeitig den Geschäftsfluss aufrechterhalten kann. Als Chief Technology Officer bei NewStore ist Johannes verantwortlich für die Weiterentwicklung der Produktentwicklung, die Aufrechterhaltung der Plattformstabilität und die Bereitstellung von Innovationen zusammen mit der fein abgestimmten und verteilten IT-Organisation des Unternehmens.

Anke Nehrenberg

Anke Nehrenberg ist Unternehmensberaterin, Informatikerin, Gründerin und Chief Empathy Officer bei kommitment. Sie gestaltet Transformationsprozesse mit Unternehmen in der digitalen Transformation nach dem Prinzip: Strukturen transformieren, Wertschöpfungslogik in einem sich wandelnden Umfeld erhalten. Wenn Unternehmen lernen, auf Veränderungen zu reagieren, eröffnet das neue Perspektiven für Produktinnovationen und für die Art und Weise, wie Menschen in Unternehmen zusammenarbeiten. Anke beschäftigt sich derzeit mit der Dynamik von fließenden Organisationen und Netzwerkkulturen und forscht an »alternativen Organisationsformen«.

Refactor your Organization – wie man über 42 Entwickler hinaus skalieren kann

Die Produktentwicklung ist in den meisten Unternehmen jenseits der 20 Entwickler ziemlich festgefahren – und das Hinzufügen von mehr Entwicklern oder Teams zum Unternehmen führt oft zu Verlangsamung und Chaos. Wie ein Auto, das man beim Gasgeben abwürgt. Aber es gibt seltene Beispiele, in denen Teams zusammenarbeiten und regelmäßig und skalierbar neue Features produzieren. Das kann nur durch eine radikale Reorganisation, die Zusammenarbeit mit dem Management und der Verteilung von Verantwortlichkeiten an Experten erreicht werden – und indem man die meisten der alten und dysfunktionalen Managementparadigmen vergisst.

Wir werden über Folgendes reden:

  • Unabhängige Teams (CEWE-Pattern)
  • Organisation von Architekturarbeiten (otto.de-, sipgate- oder spotify-Pattern)
  • Aufteilung der Managementverantwortung (Idealo-Muster der Produktentwicklung)
  • Level-5-Manager
  • Umsetzung des Lernens in mittelgroßen Organisationen

Lernziele:

  • Ownership (von Quellcode, Produkt, Unternehmen) hilft, Teams wieder einen Sinn zu geben
  • Unabhängigkeit der Teams: Amdahlsches Gesetz und hochgradig abgestimmt, lose gekoppelt
  • Um Teams zu befähigen, Risiken einzugehen und Verantwortung für das zu übernehmen, was sie besitzen: Eine Metapher psychologischer Sicherheit

Michael Geers

Michael ist Softwareentwickler mit einer ausgeprägten Vorliebe für das Frontend. Er entwickelt seit 20 Jahren für das Web. Seit 2009 ist er mit neuland Büro für Informatik hauptsächlich im Bereich E-Commerce tätig. Die Projekte der letzten Jahre waren durch die Frage geprägt: »Wie kann man große Webshops mit mehreren kleinen Teams effizient entwickeln?«. Seine Erfahrungen aus diesen Projekten hat er unter https://micro-frontends.org veröffentlicht. Aktuell arbeitet er an der Veröffentlichung des Buchs »Micro Frontends in Action«.

Micro Frontends: Oberflächen schneiden und kleben

Das Frontend wird in vielen Projekten als wichtige aber untrennbare Einheit gesehen. Microservices finden in der Regel nur im Backend statt. Micro Frontends zeigen einen alternativen Ansatz, bei dem auch die Benutzeroberfläche in mehrere fachlich motivierte Teile zerlegt wird. In diesem Vortrag erfährt das Publikum, was hinter diesem Konzept steckt und welche Probleme es adressiert. Michael Geers betrachtet, wie man ein Frontend zerschneidet und wie man die Frontends mehrerer Teams wieder so zusammensetzt, dass der Endkunde es nicht bemerkt. Dabei spielen Integrationstechniken, aber auch die Themen Web Performance und Design Systems eine zentrale Rolle.

Benjamin Wilms

Benjamin Wilms ist CEO und Co-Founder der chaosmesh GmbH. Gemeinsam mit seinem erfahrenen Team entwickelt er eine Chaos-Engineering-Plattform, um seine Kunden vor schwerwiegenden Ausfällen und Fehlern in Produktion zu schützen. Er teilt und diskutiert seine Ideen und Erfahrungen regelmäßig als Speaker auf Konferenzen sowie als Autor von Artikeln und Blogposts.

Chaos Engineering – der nächste Schritt im Softwaretesting

Wir haben es vollbracht, unsere Applikation ist in kleine und wartbare Komponenten zerlegt. Jede einzelne von ihnen lässt sich automatisiert und jederzeit in Produktion bringen. Es wurde viel Aufwand betrieben, die Testabdeckung möglichst hoch zu halten. Jedes Release muss erfolgreich durch unsere Pipeline und unzählige Unit-, Integrations- und Akzeptanztests bestehen. Aber warum haben wir kurz vor der Ankunft am schönsten Ort der Welt (Produktion) dieses ungute Gefühl? Viele offene Fragen lassen sich nicht durch einfache Unit- oder Integrationstests beantworten. Hier kommt das Thema Chaos Engineering ins Spiel. In diesem Vortrag erfahren Sie, was es damit auf sich hat, wie Ihre Software damit schnell besser wird und wie Sie bereits mit einfachen Linux-Bordmitteln starten können.