Vorträge & Referenten

The Reality of a digitized Healthcare System
Morten Elbæk Petersen, CEO sundhed.dk

Denmark is one of the leading countries in Digital Health and Sundhed.dk is the official health portal in Denmark, which gives access to the health records for the 5,6 million danish patients. 1.7 million unique visitors use the service every month, practically all health care professionals have access to it. The aim is to make the health care sector transparent and to manage patients well enough to diminish inefficiencies, keep patients out of hospitals - and by this lowering the cost of the healthcare system. Besides this, the portal is grounded in a Danish health care system that have a long tradition for reusing its data, whis also allows new ways of medical research, if approved by an ethical committee. After 14 years of running it, CEO Morten Elbæk Petersen will present the lessons learned, the advantages the portal has, the difficulties it still faces - and what that could mean for Germany.

Gläsern? Mündig! Der Patient im Zentrum der digitalen Welt
Dr. Markus Schlobohm, Geschäftsbereichsleiter der Unternehmensentwicklung, Techniker Krankenkasse

Die Digitalisierung ist in vollem Gange, nur das Gesundheitswesen hinkt größtenteils hinterher. Dabei liegen gerade hier große Chancen, die Lebensqualität und die Versorgung der Menschen maßgeblich zu verbessern. Als Treiber der digitalen Transformation im Gesundheitswesen versteht die TK die digitalen Bedürfnisse der Menschen und stellt den mündigen Patienten ins Zentrum ihres Handelns. Hierbei verfolgt sie einen holistischen Ansatz: Projekte wie die Umsetzung der elektronischen Gesundheitsakte ebnen den Weg in eine effizientere und bessere Versorgung. Mit der TK-App verschlankt das Unternehmen für den Kunden lästige Prozesse. Projekte zur Förderung von Medien-und Gesundheitskompetenz ermöglichen niedrigschwelligen Zugang zu relevanten Informationen, stärken aber auch die Kompetenzen der Menschen, die sich bereits sicher in der digitalen Welt bewegen.  Nicht zuletzt entwickelt die TK eine digitale Unternehmenskultur, die den Transformationsprozess intern mit Leben füllt.

Markus Schlobohm erklärt, wie die TK die Chance nutzt, die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu gestalten und voranzutreiben. Im Fokus seines Vortrags stehen die konkreten Maßnahmen der TK zur Förderung digitaler Medienkompetenz.

Wie künstliche Intelligenz das Verhältnis von Arzt und Patient verändert
Dr. Martin Hirsch, Mitgründer und Chief Scientific Officer, Ada Health GmbH

Das Berliner Startup Ada hat ein System entwickelt, das Künstliche Intelligenz (KI) zur Anamnese von Krankheiten nutzt. Patienten können über eine Smartphone-App zunächst ohne Zuziehen eines Arztes eine Einschätzung ihrer Leiden bekommen, und so erfahren, was hinter den Symptomen stecken könnte, und ob sie ärztliche Hilfe brauchen. Mediziner ihrerseits können es zur Diagnose-Unterstützung nutzen. Dabei zeigen erste Studien, dass derartige Diagnoseunterstützungssysteme in Zukunft dazu beitragen können, Patienten unnötiges Leid, Ärzten zeitaufwändige Recherchen und dem Gesundheitssystem unnötige Kosten zu ersparen.

Entwickelt wurde das System über sechs Jahre in enger Zusammenarbeit von Informatikern und Medizinern. Derzeit laufen Validierungsstudien an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie beim National Health Service in Großbritannien. Martin Hirsch beschreibt, wie KI das Gesundheitssystem verändern wird und welche Hürden auf dem Weg in die Praxis noch genommen werden müssen.

Big Data und Datenschutz: So lässt sich beides vereinen
Sebastian Weyer, Co-Founder Statice

Die Hürden für Big Data in der Medizin werden sich mit der neuen Datenschutzgrundverordnung noch einmal erhöhen. Bisher ist die verlässliche Anonymisierung von Gesundheitsdaten nur mit hohen Einbußen bei der Datenqualität möglich. Das Startup Statice verspricht nun, beides zu vereinen. Seine Software generiert aus Produktivdaten so genannte synthetische Daten, die keinerlei Rückschlüsse mehr auf den jeweiligen Patienten erlauben. Der jetzige Prototyp zeigt, dass dabei die Daten-Qualität zwar um einige Prozentpunkte sinkt. Dafür lassen sich Analysen durchführen, die sonst nicht mit den deutschen und europäischen Datenschutzregeln vereinbar wären. Zudem können Daten problemlos zur Kollaboration mit externen Parteien geteilt werden um so datengetriebene Projekte signifikant zu beschleunigen.

Panel-Diskussion: Wie kann der konventionelle Gesundheitssektor den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen?
n.n, Philips GmbH / Tobias Meixner, Helios Hub / n.n.
Moderation: Johannes Wimmer, Medservation

Die Digitalisierung des Gesundheitssektors bedeutet tiefgreifende Veränderungen des Wettbewerbsumfelds. Neue Entwicklungen im Bereich Patienten-Empowerment entstehen, mit datengetriebenen Geschäftsmodellen greifen Newcomer die etablierten Firmen an. Letztere tun sich schwer, diese Dynamiken mit zu gestalten. Wie kann es dem konventionelle Gesundheitssektor gelingen, diesen Herausforderungen zu begegnen? Wie lassen sich die Stärken etablierter Firmen – Erfahrung, Ressourcen, Kundenvertrauen und Know-How – mit der Agilität und den teils bahnbrechenden Ideen der Startup-Szene zusammenbringen?

Die Vertreter diskutieren darüber, wo die Probleme und Herausforderungen liegen, wo aber gleichzeitig auch die Chancen sind – und wie man sie am besten nutzt.

 

Smart Hospital: Der Weg von der Vision zur Wirklichkeit
Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandvorsitzender des Universitätsklinikums Essen

Das Universitätsklinikum Essen ist ein Vorreiter der Digitalisierung. Der Umbau zum Smart Hospital ist in vollem Gange. Künstliche Intelligenz erhält unter anderem Einzug in der Radiologie und Pathologie. Unter der Prämisse, dass stets der Patient im Mittelpunkt des Handelns steht, sollen Roboter Fachkräfte in der Pflege unterstützen. Über Wearables und Health-Apps soll zudem eine Infrastruktur entstehen, die Patienten in der Vorsorge, Therapie und Nachsorge unterstützt. Dazu baut das Universitätsklinikum unter anderem die Kooperation mit niedergelassenen Ärzten aus.

Zudem arbeitet es daran, mit Big Data-Ansätzen die medizinische Versorgung effizienter und besser zu machen. Prof. Werner erläutert von ärztlicher Seite, wie die Krankenversorgung künftig aussehen wird, wo die Chancen dieser Entwicklung liegen, wo Risiken lauern – und wie das Change-Management aussieht, um die Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen.

 

How Artificial Intelligence is transforming clinical genomics
Dr. Jurgi Camblong, CEO and Co-Founder of Sophia Genetics

An ever increasing number of hospitals use Next Generation DNA Sequencing for diagnosis, and they all face the same obstacle: analyzing the huge amount of complex data generated. Global leader in data-driven medicine, Sophia Genetics, has created SOPHiA, the collective AI for clinical genomics, analyzing patients’ genomic profiles and providing actionable clinical insights to help healthcare professionals better and faster diagnose and treat patients.

This technology is today used in clinical routine by 334 hospitals from 53 countries, and have analyzed to date over 127,000 patients’ genomic profiles for oncology, hereditary cancer, cardiology, metabolic and pediatric diseases. Sophia Genetics’ unique approach lies in the clinical genomics community worldwide using its analytical platform, thus ensuring that knowledge is scaled through network effects and that SOPHiA continues to learn iteratively as more genomic profiles are analysed.